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Diese erste Zeltnacht werden wir nicht mehr so schnell vergessen. Wir haben mehr schlecht als recht geschlafen. Ich habe mich durch die Kälte der Wüste gefroren (trotz mehrerer Kleiderschichten) und Hans hat die Tageshitze auf den Magen geschlagen. Die Hitze des Tages liess uns am Vorabend nur das Innenzelt aufstellen, welcher Anfängerfehler!
So heiss wie am Tag, so enorm kalt in der Nacht ist es. Kurzes Frühstück, trockene Orange, trockenes Fladenbrot und trockene Guetzli, mit heissem Ingwer-Tee. Die Weiterfahrt fordert ihren Tribut, weshalb wir nur 56 km bis Natanz fuhren. Das im AKTUELLEN Reiseführer angepriesene Hotel existiert nicht mehr. Ein Iraner (arbeitete in Bern) begleitete uns in ein kleines Familien-Historik-Hotel. Hunderte Jahre alt, alles original ausser Dusche und WC, was wir nach der üblen Nacht zu schätzen wussten. Eine typische Iran-Suppe, vom Hotelbesitzer gespendet, lässt Hans flüchten, sein Magen drehte sich beim Anblick um.